Realistisches Wasser- und Bodenmanagement (RWSM)

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Sherman200
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# Realistic Water & Soil Management – RWSM

**Realistic Water & Soil Management** erweitert den Landwirtschafts-Simulator 25 um eine umfassende Simulation von Wetter, Bodenwasser, Beregnung, Bodenverdichtung, Pflanzenwurzeln, Unkrautkonkurrenz und Ertragsentwicklung. Die Werte werden lokal für einzelne Bodenbereiche berechnet. Dadurch können innerhalb eines Feldes unterschiedliche Bedingungen entstehen: Ein Bereich kann trocken und tragfähig sein, während ein anderer durch Staunässe, Verdichtung oder wiederholte Überfahrten schlechtere Wachstumsbedingungen aufweist.

## Wetter und regionale Klimadaten

RWSM ergänzt das Spielwetter um regionale Reale Klima- und Niederschlagsprofile, der letzten 10 Jahre. Enthalten sind 39 Länder, mehrere Regionen je Land sowie alle 16 deutschen Bundesländer mit regionalen Unterteilungen. Berücksichtigt werden unter anderem Niederschlagsmenge, Monatsverteilung, Temperatur, Verdunstung, Trockenphasen und unterschiedliche Jahreszeiten auf Nord- und Südhalbkugel.

Erkannt werden Regen, Gewitterregen, Schnee und Hagel beziehungsweise deren Wasseräquivalent. Niederschläge werden gespeichert und fließen dauerhaft in den Bodenwasserhaushalt ein.

## Mehrschichtiger Bodenwasserhaushalt

Der Boden wird in drei Schichten berechnet:

* Oberboden, etwa 0–10 cm
* Wurzelzone, etwa 10–30 cm
* Unterboden, etwa 30–60 cm

Für jede Schicht werden Wassermenge, pflanzenverfügbares Wasser, Sättigung, Infiltration, Drainage, Verdunstung, Versickerung und Staunässe berechnet. Pflanzenverfügbares Wasser und physische Sättigung sind getrennte Werte. Eine Bodenfeuchte von über 100 Prozent bedeutet daher nicht automatisch, dass der Boden vollständig gesättigt ist.

## Bodenarten

Der Mod unterscheidet:

* lehmigen Sand
* sandigen Lehm
* Lehm
* schluffigen Ton

Jede Bodenart besitzt eigene Werte für Feldkapazität, Welkepunkt, Sättigung, Infiltration, Drainage, Verdichtungsempfindlichkeit, Schlammgrenze und Tragfähigkeit. Leichte Böden trocknen schneller ab, während schwere Böden mehr Wasser speichern, aber stärker zu Staunässe und Verdichtung neigen.

## Bauer Rainstar T32

Der enthaltene Rainstar verfügt über:

* bis zu 220 Meter Schlauchlänge
* beweglichen Regnerwagen
* automatischen Schlaucheinzug
* automatische Parkbremse
* schwenkbaren Beregnungssektor
* realistischen Wasserstrahl und Sprühnebel
* sichtbare Auftreffeffekte am Boden
* einstellbaren Pumpendruck
* einstellbaren Beregnungsradius
* berechnete Ausbringmenge

Der Pumpendruck kann von 3,5 bis 11,0 bar eingestellt werden. Der Radius liegt zwischen 27 und 38 Metern. Druck und Radius beeinflussen Durchfluss, Strahlweite, Streifenbreite, Wasserverteilung, Ausbringhöhe und Motordrehzahl.

Die Einzugsgeschwindigkeit liegt bei ungefähr 42 Metern pro Stunde. Die Schlauchtrommel bleibt während des Einzugs weitgehend stehen, während sich der Regnerwagen zur Trommel bewegt.

## Dieselpumpe und Grundwasser

Die Motorpumpe besitzt einen 450-Liter-Dieseltank und verbraucht bei hoher Last ungefähr 5 Liter Diesel pro Stunde. Der Diesel muss regulär nachgetankt werden.

Das Wasser stammt aus dem Grundwasser und steht unbegrenzt zur Verfügung. Der interne Wasserfüllstand wird automatisch aufgefüllt und nicht als begrenzter Tank angezeigt.

Der Dieselmotor und die Wasserpumpe sind getrennte Betriebszustände. Der Motorsound startet im Leerlauf, steigt beim Einschalten der Wasserpumpe druckabhängig an und fällt nach dem Ausschalten wieder auf Leerlauf zurück. Die Pumpe arbeitet nur, wenn der Motor läuft, der Arbeitsmodus aktiviert und der Rainstar korrekt verbunden ist.

Eine Kupplungshilfe zeigt den tatsächlichen Anschluss durch einen grünen 3D-Marker, eine Entfernungsanzeige und einen Bildschirmhinweis.

## Direkter Bodeneintrag durch Beregnung

Das ausgebrachte Wasser ist nicht nur ein optischer Effekt. Es wird auf Oberboden, Wurzelzone und Unterboden verteilt. Berücksichtigt werden Druck, Radius, Durchfluss, Beregnungszeit, Bodenart, Sättigung und Infiltrationsfähigkeit.

Zu viel Wasser kann Oberflächenabfluss, schlechtere Befahrbarkeit, Staunässe, Wurzelschäden und Schlamm verursachen.

## Pflanzenabhängige Berechnung

RWSM erkennt zahlreiche Kulturen, darunter Weizen, Gerste, Hafer, Mais, Raps, Sonnenblumen, Sojabohnen, Kartoffeln, Zuckerrüben, Gras, Luzerne, Sorghum, Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Erbsen, Bohnen, Spinat, Karotten, Pastinaken und Rote Bete.

Für jede Kultur werden unter anderem optimaler Feuchtebereich, Trockenheits- und Staunässeempfindlichkeit, Wurzeltiefe, Stickstoffbedarf, pH-Bereich, Verdichtungsempfindlichkeit und Temperaturgrenzen verwendet.

## Wurzelgesundheit

Der Mod simuliert Hauptwurzeln, Feinwurzeln und nutzbare Wurzeltiefe. Wurzelschäden entstehen durch:

* lang anhaltende Staunässe
* Sauerstoffmangel
* extreme Trockenheit
* Ober- und Unterbodenverdichtung
* tiefe Fahrspuren
* wiederholte Überfahrten
* hohe Radlast und Schlupf
* Fahrten auf nassem Boden

Feinwurzeln reagieren schneller und stärker. Eine Erholung findet nur langsam und bei geeigneter Feuchte, geringer Verdichtung, guter Drainage und passenden Temperaturen statt. Auf unbestellten Flächen werden keine lebenden Wurzeln simuliert.

## Bodenverdichtung und Fahrzeugverkehr

Fahrzeugverkehr wird an den Radkontaktpunkten erfasst. Einfluss haben Fahrzeuggewicht, Radlast, Reifenbreite, Bodendruck, Reifendruck, Schlupf, Geschwindigkeit, Bodenfeuchte und wiederholte Überfahrten.

Berechnet werden:

* Oberbodenverdichtung
* Unterbodenverdichtung
* Spurtiefe
* Tragfähigkeit
* Einsinkfaktor
* Befahrbarkeit
* mögliche Wurzelschäden

Auf trockenem Boden bleiben die Auswirkungen gering. Auf nassem oder bereits verdichtetem Boden steigen Verdichtung, Einsinken und Schäden deutlich an.

## Bodenbearbeitung

RWSM erkennt Pflügen, Grubbern, Scheibeneggen, Tiefenlockern, Säen, Walzen, Düngen und Fahrzeugverkehr.

Pflügen und Grubbern können Verdichtung reduzieren, bei zu nassem Boden aber Strukturschäden verursachen. Tiefenlockern wirkt nur in einem geeigneten Feuchtefenster zuverlässig. Walzen kann nach der Saat sinnvoll rückverfestigen, auf nassem Boden jedoch die Verdichtung deutlich erhöhen.

## Befahrbarkeit, Reifenfeuchte und Schlamm

Der Boden wird von trocken bis extrem matschig eingestuft. Die Bewertung nutzt lokale Werte für Feuchtigkeit, Sättigung, Bodenart, Tragfähigkeit, Verdichtung und Spurtiefe.

Feuchter Boden erzeugt zunächst einen Nässe- oder Erdfilm am Reifen. Starker Schlamm tritt erst bei hoher Sättigung, sinkender Tragfähigkeit und messbarem Einsinken auf.

Über die öffentliche Water-Soil-API kann RWSM mit kompatiblen Mods wie Visual Mud Tracks zusammenarbeiten. RWSM liefert den Bodenzustand, während der andere Mod Reifenoptik und Partikel übernehmen kann. Doppelte Verkehrsberechnung wird dabei vermieden.

## Unkrautkonkurrenz

Lebendes Unkraut entzieht Wasser und konkurriert um Nährstoffe. Die Wirkung hängt von Unkrautstärke, bedeckter Fläche, Kulturart, Wachstumsphase und Bodenfeuchte ab.

Junge Kulturen wie Mais, Kartoffeln, Rüben und Gemüse reagieren besonders empfindlich. Nach erfolgreicher Behandlung durch Striegel, Hacke oder Herbizid endet der zusätzliche Wasserverbrauch automatisch.

Der normale Unkraut-Ertragsabzug des Grundspiels beziehungsweise Precision Farming bleibt zusätzlich erhalten.

## Realistische Ertragsberechnung

Der tatsächliche Ertrag wird serverseitig beeinflusst. Berücksichtigt werden:

* Bodenfeuchte und Sättigung
* Trocken- und Staunässestress
* Wurzel- und Feinwurzelgesundheit
* Verdichtung und Spurtiefe
* Unkrautkonkurrenz
* Stickstoff und pH-Wert
* Temperatur und Verdunstungsbedarf
* Pflanzenart und Wachstumsphase
* langfristige Bodenhistorie

Der RWSM-Ertragsfaktor liegt ungefähr zwischen 28 und 103 Prozent. Nur die Erntemenge wird verändert; die physisch geerntete Fläche bleibt unverändert.

## Precision-Farming-Kompatibilität

Precision Farming wird automatisch erkannt. Stickstoff, pH-Wert, Bodeninformationen und Ertragspotenzial können übernommen werden. Damit Stickstoff und pH nicht doppelt bestraft werden, reduziert RWSM bei aktivem Precision Farming deren zusätzliche Gewichtung.

Vereinfacht gilt:

**Grundspiel- beziehungsweise PF-Ertrag × RWSM-Bodenfaktor = tatsächlicher Ertrag**

## Sichtbare Pflanzenentwicklung

RWSM kann vorhandene LS25-Wachstumsstufen nutzen, um örtliche Unterschiede sichtbar zu machen. Wasserstress, Wurzelschäden, Verdichtung und Ertragspotenzial können dazu führen, dass Pflanzen in einzelnen Bereichen kleiner oder weniger weit entwickelt erscheinen. Erntereife Bestände bleiben vollständig erntefähig.

## Savegame und Multiplayer

Gespeichert und synchronisiert werden unter anderem:

* Bodenwasser aller Schichten
* Niederschlags- und Beregnungshistorie
* Verdichtung und Spurtiefe
* Wurzelgesundheit und Stresswerte
* Unkrautdruck
* Ertragspotenzial
* Bearbeitungshistorie
* Verkehrsüberfahrten
* Pumpendruck, Radius und Schlauchposition
* ausgewählte Wetterregion

Die Berechnung ist serverautoritativ und für Multiplayer ausgelegt.

## Water-Soil-API

RWSM stellt eine versionierte Schnittstelle bereit. Andere Mods können unter anderem Bodentyp, Feuchtigkeit, Sättigung, Befahrbarkeit, Tragfähigkeit, Einsinkfaktor, Verdichtung, Spurtiefe, Wurzelgesundheit, Reifenfeuchte, Schlammintensität und empfohlenen Reifendruck abfragen.

## Aktueller Stand der Benutzeroberfläche

In Version 1.33.1 sind die zusätzliche RWSM-Kartenkategorie, das Kartenoverlay, das zusätzliche Feldinfofenster und das FieldPhone vorerst deaktiviert. Die komplette Wetter-, Boden-, Wurzel-, Unkraut-, Beregnungs- und Ertragsberechnung läuft weiterhin im Hintergrund.

## Autor

**Sherman**

## Credits – ausschließlich Rainstar

**JD Power und da-hoffi**

Vielen Dank an **JD Power** und **da-hoffi** für die Bereitstellung des **3D-Modells des Rainstar**. Die Credits beziehen sich ausschließlich auf den Rainstar.

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