Der Mercedes-Benz 1017 ist eine Reihe mittelschwerer Frontlenker-Lkw der „neuen Generation“ (NG), die ab Ende der 1970er Jahre in großem Umfang für den militärischen und kommerziellen Einsatz beschafft wurden. Nomenklatur Die Modellbezeichnung „1017“ spiegelt die Spezifikationen des Lkw wider: 10: Stellt das maximale Gesamtgewicht von ca. 10 Tonnen dar. 17: Stellt die Motorleistung in etwa 170 PS (genauer gesagt 172 PS) dar. „A“ (1017A): Bezeichnet Modelle mit zuschaltbarem Allradantrieb, die die deutsche Militärbezeichnung tmil gl (teilmilitarisiert geländegängig) tragen, was „teilmilitarisiert, geländegängig“ bedeutet. Technische Spezifikationen Motor: Mercedes-Benz OM 352 A, ein wassergekühlter 6-Zylinder-Reihendieselmotor mit Turbolader. Hubraum: 5.675 cm³. Leistung: 127 kW (172 PS) bei 2.800 U/min. Drehmoment: 540 Nm bei 1.600 U/min. Getriebe: Pneumatisch synchronisiertes 5-Gang-Schaltgetriebe. Antriebsstrang: Erhältlich in den Konfigurationen 4x2 oder 4x4 (wählbarer Allradantrieb). Abmessungen: Typischerweise über 7 Meter lang (z. B. 7,14 m). Nutzlast: Tragfähigkeit ca. 5,4 Tonnen. Wattiefe: Ungefähr 500 mm (0,5 Meter). Beschaffung der Militär- und Einsatzgeschichte: Die deutsche Bundeswehr begann 1977 mit der Beschaffung der Serien 1017 und 1017A, wobei die Gesamtauslieferungen schließlich etwa 22.000 Einheiten erreichten. Vielseitigkeit: Im Wesentlichen als Nutzfahrzeuge mit minimalen Modifikationen für den Militärdienst konzipiert, wurden sie für verschiedene Zwecke eingesetzt, darunter Fracht- und Personentransport, Kommunikationsunterstände, Kraftstofftanker, Fahrzeuge zur ABC-Erkennung und Feuerwehrfahrzeuge. Kabinendesign: Der LKW verfügt über eine kurze Stahlkabine mit drei Einzelsitzen, wobei der Mittelsitz umklappbar ist, damit ein Schütze eine Dachluke bedienen kann. Die Heckscheiben wurden häufig durch Ablagefächer für persönliche Ausrüstung ersetzt. Vermächtnis: Viele Einheiten haben eine lange Lebensdauer hinter sich und werden aufgrund ihrer einfachen Mechanik und Zuverlässigkeit häufig überholt und für den zivilen Einsatz umfunktioniert, beispielsweise als Überlandexpeditionsfahrzeuge, Kräne oder Kipper.