Borgward begann 1937 mit dem Bau von Lastkraftwagen und lieferte bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1939 Fahrzeuge mit einer Nutzlast von bis zu fünf Tonnen, darunter den 3-Tonnen-Lkw Borgward G. G. W., erhältlich mit Benzin- oder Dieselmotor.
Ein großer Teil dieser Lastkraftwagen wurde von der Wehrmacht requiriert. Zunächst wurde die Produktion des regulären Lkw-Programms weitergeführt. 1940 wurde den deutschen Lkw-Herstellern die Anweisung erteilt, die Zahl der verschiedenen Modelle zu reduzieren und sich auf die Produktion vereinfachter „Standard“-Lkw mit einer Nutzlast von etwa drei Tonnen zu konzentrieren.
Ab 1942 begann die Produktion des Nachfolgers. Bei diesem neuen „Einheits-LKW“ handelte es sich um einen 3-Tonner mit der offiziellen Bezeichnung Borgward B 3000 S/O (mit 3,7-Liter-Ottomotor mit 78 PS) bzw. Borgward B 3000 S/D (mit 5-Liter-Dieselmotor mit 75 PS, beide mit sechs Zylindern). Um Rohstoffe zu sparen, wurden die Lastkraftwagen durch Maßnahmen wie das Versenken der rautenförmigen Borgward-Platte im Kühlergrill oder den Ersatz des Stahlführerhauses durch ein Standard-Holzführerhaus („Einheitsführerhaus“) weiter vereinfacht.
Der B 3000 war ein adäquates Fahrzeug, doch der leichtere Opel „Blitz“ V 3000 erwies sich als überlegen.