Die 9K31 Strela-1 (bekannt unter dem NATO-Berichtsnamen SA-9 Gaskin) ist ein hochmobiles, infrarotgelenktes Boden-Luft-Raketensystem mit kurzer Reichweite, das von der Sowjetunion entwickelt wurde.
Technische Spezifikationen und Design
Fahrgestell: Auf einer modifizierten BRDM-2 4x4-Amphibien-Panzerfahrzeugplattform aufgebaut (insbesondere unter Weglassung der kettengetriebenen Räder, die sich über den Bauch kreuzen und bei Standard-Aufklärungsvarianten zu finden sind, um das System unterzubringen).
Bewaffnung: Verfügt über einen speziellen Turm, auf dem zwei Paare feuerbereiter 9M31 (oder 9M31M) infrarotzielender Boden-Luft-Raketen montiert sind. Die Trägerraketen klappen während der Fahrt neben dem Geschützturm nach unten, um die Höhe des Fahrzeugs zu verringern.
Besatzung: Betrieben durch eine dreiköpfige Besatzung (Kommandant, Richtschütze und Fahrer).
Mobilität: Angetrieben von einem wassergekühlten GAZ-41 V8-Benzinmotor, der Straßengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und volle Amphibienfähigkeit im Wasser bei bis zu 10 km/h ermöglicht.
Militärische Rolle und taktische Bedeutung
Luftverteidigungsintegration: Die 1968 eingeführte Strela-1 wurde für die taktische Luftverteidigung auf Regimentsebene für sowjetische Panzer- und Motorgewehreinheiten entwickelt und operierte oft zusammen mit den selbstfahrenden Flugabwehrgeschützen ZSU-23-4 Shilka.
Frontschutz: Es bot mobilen Schutz in geringer Höhe gegen schnelle Jets und Kampfhubschrauber direkt auf dem Schlachtfeld und überbrückte die Lücke zwischen tragbaren Systemen (MANPADS) und schwererer Radar-gelenkter Artillerie.